Donnerstag, 15.03.2018, 19:30 Uhr
Giordano Bruno: Held der Freiheit

Philosophisches Theater in 7 Szenen

Giordano Bruno lebte von 1548 bis 1600, er wurde in Nola geboren und trat in den Orden der Dominikaner in Neapel ein. Dort studierte er Theologie und Philosophie. Er hatte aber Probleme mit der Verehrung der Heiligen, deswegen verließ er den Orden. Danach war er als Lehrer der Philosophie an mehreren Universitäten in Europa unterwegs (Toulouse, Genf, London, Wittenberg, Venedig). Er trug das neue heliozentrische Weltbild des Kopernikus und des Galilei vor, das Göttliche könne überall im Kosmos erlebt werden, ja es sei identisch mit dem Universum bzw. mit den vielen Universen. Damit wurde er als pantheistischer Irrlehrer eingestuft und bei der päpstlichen Inquisition in Rom angezeigt. Er war 8 Jahre lang in der Engelsburg eingesperrt, bis er am 17. Februar des Heiligen Jahres 1600 in Rom auf dem Campo dei fiori als Ketzer verbrannt wurde. Er wird in Italien und in ganz Europa als Held des freien Denkens und Glaubens verehrt. Baruch Spinoza und Albert Einstein haben sich auf ihn bezogen.

Vier Darsteller sprechen mit verteilten Rollen Texte des großen Denkers des ausgehenden 16. Jahrhunderts.

Referent

A.o. Univ.-Prof. Dr. Anton Grabner-Haider, Institut für Philosophie der KFU Graz, zahlreiche Veröffentlichungen, u.a.: Kulturgeschichte des frühen Christentums: Von 100 bis 500 n.Chr (mit Johann Maier, 2008); Hitlers mythische Religion: Theologische Denklinien und NS-Ideologie (2007).

Teilnahmebeitrag: € 15,00


Textzusammenstellung: Univ. -Prof. Dr. Anton Grabner-Haider (Theologe und Philosoph).

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Konzert / Kursnummer: 18-94